6 Fragen an meine-forscherwelt.de

Uwe Rotter und Andrea Bierau von Meine Forscherwelt.
 

In der Reihe "6 Fragen an" stellt "Wir machen Kinderseiten" Kinderwebseiten vor.     

1. Was sollte man auf der Kinderseite www.meine-forscherwelt.de unbedingt anklicken?

Sehenswert ist auf jeden Fall der schöne Forschergarten, im dem es allerlei zu entdecken gibt: Spiele, knackige Wissenstexte und Infos zu den Protagonisten Juli, Tim und dem Kater Berleburg. Überhaupt stehen bei uns Lernspiele im Vordergrund. Das neueste, Fabios Flächen, ist mal wieder großartig geworden. Zu unseren „All-time-favourites“ gehört aber definitiv auch „Eddis Maschine“, weil es so schön intuitiv bedienbar, aber in den höheren Levels trotzdem verdammt knifflig ist. Last not least möchten wir unbedingt auch auf unseren Treffpunkt hinweisen, wo Kinder Fragen stellen und vor allem auch beantworten.Forschergarten von www.meine-forscherwelt.de

2. Wie finanziert sich die Webseite?

Die Seite ist Teil eines BMBF-finanzierten Projekts, das das Ziel hat, MINT-Inhalte und Fortbildungskonzepte der Stiftung Haus der kleinen Forscher für 6 bis 10-jährige Kinder und deren pädagogischen Fach- und Lehrkräften zugänglich zu machen.

3. Stellt euch vor, ihr hättet ein unbegrenztes Budget für die Webseite: Was würdet ihr auf  www.meine-forscherwelt.de umsetzen?

Wir sehen digitale Medien als integralen Bestandteil unser aller Lebenswelt. Die Unterscheidung in digitale und analoge Welt macht in der Regel keinen Sinn. Auch digitale Inhalte sind real. Auch über Meine Forscherwelt versuchen wir, eine Verbindung zwischen den digitalen Inhalten und der „Hands-on-Welt“ herzustellen.

Allerdings können wir uns noch deutlich spannendere Angebote vorstellen, insbesondere für mobile Geräte wie Tablets und Smartphones. Beispielsweise könnte man Augmented-Reality-Inhalte entwickeln, die aus alltäglichen Gegenständen lebendige Lernobjekte machen, mit denen man interagieren und die man modifizieren kann.

4. Wie holt ihr Feedback von Kindern über die Webseite ein?

Dafür gibt es verschiedene Formate. Das fängt damit an, dass wir vor dem ersten Launch der Seite mit verschiedenen Kindern umfangreiche Usability-Tests gemacht haben.

"Treffpunkt" auf www.meine-forscherwelt.deSeitdem die Seite online ist, können Kinder über ein Kontaktformular oder in unserem Treffpunkt über „Deine Meinung“ uns Nachrichten schicken können (was allerdings nur wenig genutzt wird).

Darüber hinaus holen wir jedes Mal, wenn wir ein neues Lernspiel entwickeln, Rückmeldungen von Kindern ein. Dazu gehen wir in verschiedene Grundschulen und Testen mit einigen Kindern einen Prototyp des Spiels. Diese Praxistests sind fester Bestandteil unseres Entwicklungsprozesses, bringen immer interessante Erkenntnisse und machen zudem viel Spaß.

Abgesehen von den Praxistests zu den jeweiligen Spielen, holen wir immer wieder zu ausgewählten Aspekten unserer Website Rückmeldungen von Kindern ein. Zum Beispiel haben wir mal untersucht, wie gut die Kinder mit unseren Upload-Formularen klarkommen.

5. Wie viele Menschen arbeiten für die Webseite und welche Berufe haben sie gelernt?

Puh, das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Die konzeptionelle Arbeit und redaktionelle Betreuung findet bei uns in der Stiftung Haus der kleinen Forscher statt. Das Grundkonzept der Seite wurde hauptsächlich zu zweit entwickelt. Von Beginn an dabei war Uwe Rotter, der damals großartig von seiner damaligen Kollegin Anna Metzger unterstützt wurde. Seit dem Launch im August 2012 wurden zahlreiche neue Lernspiele, aber auch andere Verbesserungen der Seite entwickelt. Hier wurde Uwe durch verschiedene Kolleginnen und Kollegen unterstützt, insbesondere durch Andrea Bierau, die seit letztem Jahr fest mit an Bord ist. Ganz abgesehen davon stehen wir immer wieder im Austausch mit verschiedensten Leuten aus der Stiftung. Technisch betreut wird die Seite von der Agentur cobra youth communications. Neben der Programmierung der Spiele wird dort auch die Pflege unseres Content Management Systems (typo3) bewerkstelligt. Die Agentur liefert auch die notwendigen Grafiken.

Hier ein paar kurze Eckdaten zu uns:
Uwe ist Diplom-Ingenieur und Diplom-Geoökologe. Er hat zwar keine medienpädagogische Ausbildung, dafür arbeitet er inzwischen 17 Jahre in diesem Bereich. Zunächst beim Fraunhofer IAO in Stuttgart, wo er bei der Entwicklung europäischer Lernplattformen beteiligt war, dann bei Schulen ans Netz e.V. in Bonn und seit 2011 schließlich bei der Stiftung Haus der kleinen Forscher.

Andrea ist Diplom-Physikerin und hat nach ihrem Studium ihr Referendariat in den Fächern Mathematik und Physik am Gymnasium absolviert. Sie hat an Schulen im Raum Stuttgart, Berlin und an der Deutschen Schule in Bogotá (Kolumbien) gearbeitet und als Verlagsredakteurin für Mathematik in  der Grundschule. Seit Ende 2013 ist sie bei der Stiftung Haus der kleinen Forscher.

 ​6. Welche konzeptionellen Überlegungen fließen in eure Seite ein?

Meine Forscherwelt ist ein integraler Bestandteil des Angebots der Stiftung Haus der kleinen Forscher. Wir behandeln die gleichen Themen und verfolgen die gleichen pädagogischen Ziele. Dementsprechend ist unser Angebot eher handlungsorientiert, was sich vorrangig in der Gestaltung der Lernspiele wiederspiegelt. Wir wollen nicht den Kindern die Welt erklären, sondern die Kinder dabei unterstützen, die Welt selbst zu erkunden. Aus diesem Grund versuchen wir, unsere Spiele so zu gestalten, dass die Kinder viel Freiraum haben, auszuprobieren und ihre eigenen Ideen einzubringen.

Fabios FlächenEddis Schuhputzmaschine

Als Beispiel hierfür sei „Felia legt Fliesen“ genannt. Da gibt es zwar auch eine Spielvariante, bei der unvollständige Muster vervollständigt werden müssen. Aus unserer Sicht ist diese Variante gut geeignet, die Kinder Schritt für Schritt mit den verschiedenen Aspekten von Mustern vertraut zu machen. Die beiden anderen Spielvarianten sind hingegen so gestaltet, dass die Kinder die angebotenen „Werkzeuge“ frei nutzen können, um ihre Ideen darzustellen.

Screenshot "Felia legt Fliesen" von www.meine-forscherwelt.de

Als Bestandteil des Angebots der Stiftung Haus der kleinen Forscher, haben wir auch die pädagogischen Fachkräfte im Blick. Wir wollen ihnen nicht nur den Mehrwert von Meine Forscherwelt darstellen, sondern sie darüber hinaus dabei unterstützen, die Kinder bei der Nutzung der Website zu begleiten. Durch die Auseinandersetzung mit den Inhalten der Lernspiele, können die Kinder weitergehende Lernerfahrungen machen. In der Regel lassen sich auch Hands-On-Aktivitäten mit den digitalen Inhalten verbinden. In unseren „Tipps zur Lernbegleitung“ bieten wir Anregungen hierfür.

Über Meine Forscherwelt

Ziel der Webseite

Ein virtueller Forschergarten bietet 6-10-jährigen Mädchen und Jungs viel Spaß beim Entdecken und Ausprobieren von Naturwissenschaften, Mathematik, Technik und Informatik.

Online seitAugust 2012
Letzter RelaunchImmer wieder Feintuning, aber noch kein Relaunch.
Das ist unser TeamUwe Rotter, Andrea Bierau

Wir danken Uwe Rotter und Andrea Bierau von Meine Forscherwelt für ihr Mitmachen.

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