Lohnt sich Twitter für Kinderseiten? Über die Vorteile von 140 Zeichen

In den Nachrichten ist immer wieder davon zu hören, dass sich wichtige Leute und Einrichtungen auf Twitter über etwas geäußert haben. Das liegt daran, dass der Kurznachrichtendienst als schneller Kanal für Informationen genutzt wird, um Journalist/innen, Bekannte und Interessierte zu erreichen. Auch für Kinderseiten ist das ein Weg, aber sicher nicht der einzige. Denn auch die klassische Pressemitteilung hat noch ihre Berechtigung, auch Post auf Facebook oder auf der eigenen Website.

Was macht Twitter reizvoll, wo man sich doch auf 140 Zeichen beschränken muss? Das ist anfangs vielleicht etwas anstrengend, aber kein Nachteil. Sondern vor allem ein Vorteil für die Nutzer/innen, die Leser/innen dieser Tweets. Denn sie können schon nach Sekunden entscheiden, ob sie die Kurznachricht beantworten, kommentieren, ignorieren, ihren Followern ebenfalls empfehlen wollen – oder ob sie das so interessiert, dass sie auf den Link zum Thema oder einen Hashtag wie #TagderKinderseiten klicken, um mehr zu erfahren.

Der Tag der Kinderseiten ist ein gutes Beispiel, was man mit einer Twitter-Präsenz erreichen kann. Seitenstark war mit seinem Account @Seitenstark aktiv. Aber nicht nur an dem Tag selbst, sondern das ganze Jahr über. Denn man tut gut daran, nicht nur punktuell zu twittern, sondern sich immer wieder ins Gespräch zu bringen und schnell auf Fragen und Erwähnungen auf Twitter zu reagieren. Rund um den 21. Oktober war es zudem angebracht, die Zahl der Tweets zu erhöhen und stärker in Dialog mit anderen Institutionen, Seitenstark-Kinderseiten, Journalisten, Wissenschaftlern, Eltern und Seitenstark-Freunden zu treten. Erst recht, wenn auch die sich über den gemeinsamen Hashtag äußern.

Im vergangenen Jahr war der Tag der Kinderseiten noch vergleichsweise „virtuell“. Durch verschiedene Veranstaltungen wie die Online-Konferenz der „Initiative Gutes Aufwachsen mit Medien“ (@inigamm) oder auch durch die Unterstützung der Familienministerin Manuela Schwesig (@manuelaschwesig) hat der Aktionstag in diesem Jahr deutlich an Fahrt aufgenommen – auch auf Twitter. Nun muss man nicht erwarten, dass man ein Riesenpublikum mit Tweets und Followern erreicht. Aber es ist die Qualität der Follower, die für Twitter spricht. Über welches Medium ist es einfacher, mit einem Ministerium, einer Zeitung oder einem prominenten Moderator zu sprechen? Außerdem erreicht man über Twitter Journalistinnen und Journalisten und andere Multiplikator/innen, die ihrerseits in klassischen Medien, über Twitter und von Mund zu Mund unsere Ideen, Projekte und auch den Tag der Kinderseiten weiterverbreiten.

Hier nur drei erfreuliche Tweets zum Tag der Kinderseiten, die zeigen, wie schön verbreitungsfreudig Behörden, Medien und echte Menschen auf Twitter sind. Allen Kinderseiten, die auch (irgendwann mal) twittern möchten, wünsche ich ein bisschen Mut und viel Freude!

 

 

Kommentare

01

Nachfrage

Hi Michael! Wie schätzt Du es ein: Lohnt sich auch für eine einzelne Kinderseite, die sich wirklich nur an Kinder und nicht an Eltern richtet, das Twittern?

02

Twitter für Kinder

Hallo,
vielen Dank für die Nachfrage. Ein Twitter-Account wird realistischerweise nur von Erwachsenen genutzt. Das ist aber insofern auch für Kinderseiten interessant, weil man über Twitter prima Eltern, Lehrer, Erzieher, Journalisten, Institutionen und andere Unterstützer und "Weiterempfehler" finden und vernetzen kann. Es ist aus meiner Sicht eine sinnvolle Ergänzung zu Pressemitteilungen per Post oder E-Mail. Auch, weil Funktionen wie Direktnachrichten, Antworten und Retweeten auf Twitter so praktisch und unkompliziert sind.

Neuen Kommentar schreiben

Mit einem Sternchen (*) versehene Felder sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden.

Sollten Sie einen Beitrag löschen oder korrigieren wollen, melden Sie sich bitte unter der im Impressum angegebenen E-Mail-Adresse.
H
t
A
Z
w
9
Die Zeichenfolge ohne Leerstellen eingeben.